Kaliwasserglas, durch schmelzen von Quarzsand mit Soda oder Pottasche gewonnen, findet als Bindemittel bei Silikatfarben Verwendung. Hierzu bedarf es jedoch der Verbindung mit Silikatbildnern. Das Wasserglas reagiert mit dem kalkhaltigen Untergrund unter Bildung wasserunlöslicher Silikate, wodurch man einen harten, lichtechten und wetterfesten, dabei aber porösen Anstrich erhält. Kaliwasserglas führt als wichtige anorganische Bindemittelkomponente zur dauerhaftesten Maltechnik, die es an der Wand gibt. Wasserglasfarben entsprechen in ihrer Oberflächenwirkung am ehesten den Mineralfarbentechniken.

Atelier Lotus arbeitet im Silikatfarbenbereich mit Produkten der Firma Keim, der ältesten Silikatfarbenfabrik (seit 1878).



Vorteile und Nutzen der Silikattechnik

Langlebigkeit
Ausgewählte Rohstoffe sind die Basis der einzigartigen Qualität KEIMscher Silikatfarben: die optimale Kombination aus flüssigem Kaliumsilikat als Bindemittel, mineralischen Füllstoffen aus natürlichen Vorkommen und anorganischen Farbpigmenten gewährleisten maximale Witterungsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit.

Haftungsprinzip “Verkieselung“
Das Prinzip der Silikattechnik beruht auf der Verkieselung des Bindemittels mit dem Untergrund. Es entsteht eine feste unlösbare Verbindung der Farbe mit dem Anstrichträger (Putz, Naturstein, Beton).

Wasserdampfdurchlässigkeit
Die hohe Durchlässigkeit der Silikatfarben gewährleistet die ungehinderte und schnelle Abgabe von im Baukörper enthaltener Feuchtigkeit nach außen. Es kommt zu keinen Feuchteansammlungen zwischen Anstrich und Untergrund, die zu Schäden führen.

Keine Algen und Schimmelpilze
Die hohe Diffusionsfähigkeit hält die Wände trocken, die anorganische Zusammensetzung vermindert die Verschmutzung der Oberfläche deutlich. Damit finden Mikroorganismen keinen Nährboden, die Alkalität verhindert Schimmelwachstum. Dauerhaft saubere Fassaden auch nach Jahrzehnten und schimmelfreie Innenräume auch unter extremen Bedingungen sind der Beweis.

Nicht brennbar
Ganz im Gegensatz zu Dispersions- oder Silikonharzfarben sind KEIMsche Silikatfarben nicht brennbar, im Brandfall entstehen somit keine toxischen Gase.

Temperaturregulierung
Durch die mikrokristalline Struktur werden Licht- und Wärmestrahlen sehr gut reflektiert. Dadurch wird die thermische Belastung von Farbe und Untergrund erheblich reduziert. Dies beugt Rissbildungen im Anstrichuntergrund vor und führt zudem zu angenehmeren Raumtemperaturen.

Lichtechtheit
Ganz im Gegensatz zu organischen Farben vermögen weder rauhe Witterung noch starke UV-Strahlung den Farbton eines Silikatanstriches zu verändern. Originalwandmalereien aus dem 19. Jahrhundert wie beispielsweise in Stein am Rhein sind eindrucksvolle Praxisbeweise.

Beständigkeit gegen Luftverschmutzung
Heimische Silikatfarben sind beständig gegen Säuren, die durch die zunehmende Luftverschmutzung auf Fassaden einwirken. Die mit Silikatfarben verkieselte Baustoffoberfläche kann durch sauren Regen nicht geschwächt werden.

Ökobilanz
Mineralische Rohstoffe sind die natürliche Basis für diese Qualitätsprodukte. Im Falle der Überarbeitung entfällt das umweltbelastende abbeizen: einfach mit Wasser reinigen und überstreichen heißt die umweltverträgliche Lösung. Silikatfarben von Keim sind völlig unbedenkliche Produkte für ökologisches Bauen und gesundes Wohnen.





Textquellen:
- Keim Farben GmbH & Co. KG
- Werkstoffe und Techniken der Malerei, Kurt Wehlte